Sonntag, 27. September 2020

Gefahrgutzug

Alarmübung für den Gefahrgutzug

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Großübung der Feuerwehren aus dem Stadtgebiet Dassel

 

 

Erfolgreicher Feuerwehreinsatz bei der Firma Jobachem
Übung mit Menschenrettung
Über 70 Einsatzkräfte waren vor Ort

 

 

Der Heulton des Martinshorns rief am vergangenen Dienstagabend gegen 19:00 Uhr über 70 Feuerwehrleute aus Dassel, Mackensen, Sievershausen, Hilwartshausen, der Gefahrstoffzug der Schwerpunktfeuerwehr Einbeck sowie das DRK Einbeck als Eigenschutz für die Feuerwehren zu einer großen Alarmübung auf das Gelände der Firma Jobachem nach Dassel. Zahlreiche Einwohner der Stadt Dassel beobachteten den Übungseinsatz der Feuerwehrleute.

 

 

Dassel (pk). Dabei wussten die Feuerwehrleute zunächst nicht, dass es sich um eine Übung handelt. Um 19:00 Uhr meldete Dassels Ortsbrandmeister Thomas Harwardt den Ausbruch eines „Brandes“ auf dem Gelände der Firma Jobachem, Am Burgberg. das in einer Lagerhalle ein Brand ausgebrochen sei und zwar vermutlich durch einen elektrischen Defekt. Zu dieser Zeit befanden sich noch drei Mitarbeiter im dem Gebäude. Die dort installierte Brandmeldeanlage meldete den Alarm sofort zur Einsatzleitstelle in Northeim weiter.

 

Nach Eintreffen an der Einsatzleistelle stellte Ortsbrandmeister Harwardt fest das die vorhandenen Kräfte nicht ausreichen. Daraufhin wurden die Feuerwehren Sievershausen, Hilwartshausen und Mackensen, die innerhalb des Stadtgebietes Dassel den Löschzug Nummer 6 bilden, nachalarmiert. Da sehr schnell festgestellt wurde das in der Lagerhalle Gefahrstoffe und Gefahrgut gelagert werden, wurde auch der Gefahrstoffzug der Schwerpunkt - Feuerwehr Einbeck alarmiert. Dieser Gefahrstoffzug wird durch die Kameraden aus Naensen, Salzderhelden, Dassel und Markoldendorf unterstützt und bildet den ersten Eckpfeiler bei Einsätzen mit Gefahrgut.

 

In diesem Zusammenhang wird hierbei sehr eng mit der Umweltfeuerwehr (FB 4) des Landkreises Northeim zusammengearbeitet. Die Ortsfeuerwehren aus Mackensen und Hilwartshausen errichteten eine Wasserförderstrecke aus der nahe gelegenen Ilme und sorgten dafür das ausreichend Löschwasser zur Verfügung stand. Nach Eintreffen des Gefahrstoffzuges wurde mit der Sichtung der dort gelagerten Gefahrstoffe begonnen. Schnell stellten die Einsatzkräfte fest, das keine Chemikalien ausgetreten waren. Die drei Mitarbeiter im Gebäude konnten gerettet werden und wurden dem Rettungsdienst übergeben.

 

Anwesend von der Firma Joachem waren auch der Inhaber und Geschäftsführer Dr. Jens-Uwe Kahl sowie der Gefahrstoffbeauftragte der Firma, Marko Waßmann. Mit kritischen Augen wurde diese Großübung vom Abschnittsleiter Frank Langheim sowie vom Stadtbrandmeister der Stadt Dassel, Harald Sehl und Einbecks Stadtbrandmeister Lars Lachstädter verfolgt. Alle drei stimmten überein, dass die Einsatzkräfte gut gearbeitet haben. In der Struktur, Organisation und im Bereich Einsatzleitung wurden Erkenntnisse gewonnen die es gilt nun in die Tat umzusetzen. Auch die Alarm- und Ausrückordnung wird durch diese Erkenntnisse überarbeitet.

 

Am Schluss dieser großangelegten Übung bedankte sich Firmenchef Dr. Jens-Uwe Kahl bei den Einsatzkräften für diese Übung. Durch diese Übung konnten die Einsatzkräfte ihre Ortskenntnisse erneut auffrischen und sich mit den Gegebenheiten der Firma vertraut machen. Bei einem anschließenden Betriebsrundgang konnte festgestellt werden das die Firma Jobachem vorbildlich mit einer modernen Brandmeldeanlage, einer Sprinkleranlage sowie mit einer Löschwasserrückhalteanlage ausgerüstet ist, um den Schaden in einem Ernstfall so gering wie möglich zu halten.

 

Peter Kitzig, Einbecker Morgenpost                                                                                          Zur Bildergallery

 

 

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